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Deutschland
| | Was wären wir Puppen ohne die Menschen? Nur etwas Holz und Stoff. Aber da
sitzt in Hohnstein ein Mann Theo Eggink. Seit der Gründung der Hohnsteiner ist
er schon dabei. Er nimmt einen Holzklotz, schneidet alles Überflüssige weg und
was übrig bleibt, das ist ein Holzkopf. Seit neuestem hat er einen
eigenwilligen Helfer in Till Kock gefunden, unter dessen Schnitzmesser auch
schon etliche unserer scharf geschnittenen Köpfe entstanden sind. In der
Zeitung hat gestanden, wir wären Charakterköpfe. Und wir meinten, dass wir
eigentlich mehr Typen wären, zumal wir Puppen uns doch nur nach den Menschen
richten. Jedenfalls wahren wir Puppen unser Gesicht und sind das, und nur das,
was nach dem Willen unserer Schöpfer sein sollen und sind glücklich dabei.
Heute wird diese alte Tradition von den Familien Gerhard und Wolfgang
Berger fortgeführt.
| Der Werdegang eines Kopfes |
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1. Der Holzkeil
2. Die Profillinie |
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3. Das ausgesägte Profil |
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4. Wegstemmen der überflüssigen Teile, damit das Profil
freisteht. |
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5. Zeichnung zum Einsägen der Stellen für die Ohren und
den Hals. |
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6. Rechte Seite des Kopfes nach Wegstemmen der
abfallenden Teile. |
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7. Dem Kopf die Rundung geben. |
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8. Der gerundete Kopf |
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9. Einstechen der Augen. |
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10. Einschneiden des Haaransatzes. |
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11. Einbohren des Fingerloches. |
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12. Einstechen der Rille am Hals zur Befestigung des
Kleides. |
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13. Ohrenschale und Augen ausgearbeitet. Der ganze Kopf
fertig zum Bemalen. |
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13. Arbeit mit feinem Messer am Unterkiefer des
eingespannten Kopfes. |
Quelle:
Richard Schimmrich: Das Handpuppenspielbuch der Hohnsteiner;
Rudolf Schneider Verlag, Reichenau/Sachsen. Mit Bildern nach Aufnahmen des
Verfassers.
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